Aktuelle Tarifverhandlungen

Crossmediale Berichterstattung

ver.di prüft Angebot des NDR

Crossmediale Berichterstattung

Stellungnahme zu den laufenden Tarifverhandlungen über crossmediale Vergütungen für Freie und Verhandlungen über die Vergütungsordnung

 

Bei den Tarifverhandlungen über die zukünftige Honorierung crossmedialer Reportageleistungen in der tagesaktuellen Berichterstattung prüft ver.di derzeit das Angebot eines Pilotabschlusses für den NDR. Durch ein neues Baukastenprinzip, das eine andere Gewichtung von Honorierungen für Rechercheleistungen und Output für verschiedene Ausspielwege in unterschiedlichen Umfängen vorsieht, sollen diese Honorare vereinheitlicht werden. Dies zeigt schon, dass die Berechnungen der neuen Vergütungen kompliziert und aufwändig sind.

Die einzelnen Leistungen in der tagesaktuellen Berichterstattung werden bislang durch Mitwirkungssymbole im Bereich Hörfunk und Fernsehen vergütet, im Online-Bereich wendet der NDR Vergütungsregelungen an, die nicht tarifvertraglich vereinbart sind. Wird crossmedial, also in mindestens zwei Ausspielformen, berichtet, sind die entsprechenden Mitwirkungssymbole kumulativ anzuwenden. Dies führt bislang zu einem tarifl ichen Wildwuchs, weil die einzelnen Redaktionen im NDR die Mitwirkungssymbole und die darin enthaltenen Spielräume unterschiedlich anwenden.

Ver.di im NDR VERHANDELT für seine Mitglieder und nickt nicht bloß die Vorschläge des NDR ab. Dort, wo wir durch Berechnungen zu dem Ergebnis kommen, dass die Vorschläge des NDR die Vergütung insgesamt verschlechtern würden, können wir nicht mitgehen. Denn: angesichts der absehbaren Arbeitsverdichtung dürfen Freie insgesamt nicht schlechter gestellt werden als bisher!

Verhandlungen über Vergütungsordnung in den Bereichen Veranstaltungstechnik und Leitwarte geplant

Auch zu diesen Bereichen hat der NDR Gespräche in Arbeitsgruppen angeboten. Nach dem Vorschlag von ver.di, diese terminlich zu entzerren, stehen die ersten Gesprächstermine bald an. Ver.di im NDR hat mit seinen Mitgliedern bereits intensive Gespräche zur inhaltlichen Vorbereitung geführt.

Druck im Kessel beim NDR!

Dass die NDR-Verhandlungsführer stark unter Druck stehen, haben sie schon im Sommer 2018 verdeutlicht, als sie eine Reihe von Themen zur Regelung vorschlugen. Ver.di im NDR sieht diesen Regelungsbedarf auch, und verhandelt sachbezogen und abschlussorientiert in fast monatlichem Rhythmus mit großen ehrenamtlichem Engagement. Anders als in der Veröff entlichung von Frau Böckler und Herrn Kühn vom 25.01.2019 suggeriert, arbeitet ver.di gezielt für seine Mitglieder, um gute Ergebnisse durchzusetzen. Auch bei befristeten Pilotabschlüssen gilt: Sorgfalt geht vor Schnelligkeit!

Über den Fortgang der Verhandlungen hält ver.di Euch/Sie weiter auf dem Laufenden.

Wendet Euch bei Fragen gerne an die Kolleg*innen von ver.di im NDR!