Aktuelle Tarifverhandlungen

2. Verhandlungstermin

Tarifrunde 2019

Was ist Ihr Wort noch wert, Herr Marmor?

„Mit mir wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben!“

So oder ähnlich haben Sie es auf Personalversammlungen in den letzten Jahren immer wieder gesagt. Und jetzt sollen die Neuen durch Verzicht auf Urlaubs- und Jubiläumsgeld dafür zahlen? Das ist beschämend und wir werden es nicht akzeptieren. Oder haben sie längst Anderes geplant, Herr Marmor? Weiteren Stellenabbau, den Sie sich auch noch finanzieren lassen wollen?

2. Verhandlungstermin

Beim zweiten Verhandlungstermin der Tarifrunde 2019 am vergangenen Freitag tat der NDR vor allem Eines: Er drückte auf die Tränendrüse. Verwaltungsdirektorin Böckler und Justiziar Kühn sprachen von Kostenanstieg und schlechter Ertragsentwicklung. Die jetzt im Intranet veröffentlichten Diagramme sollen begründen, weshalb der NDR nur 1,9%/Jahr, also den Inflationsausgleich, angeboten hat. Aussagefähige Zahlen zu Personalkostenanteil, Produktivitätszuwachs, Erträgen, Einnahmeerwartungen, Verteilungsspielräumen und Stellenkürzungen blieb der NDR schuldig, stattdessen erhielt die KEF den Schwarzen Peter. Von den Millionen Euro Einsparungen durch die Absenkung der Altersversorgung ganz zu schweigen. Für ver.di bleibt das Ergebnis im Öffentlichen Dienst der Länder, also 8%/33 Monate, weiterhin die Orientierung.

NDR will Gegenfinanzierung

Für den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sollen die Neuen zahlen, für die Forderung „Anrechnung Nachtarbeit mit Faktor 1,5“ soll die Regelung zu erschwerten Diensten und zur Ruhepause von 35 Stunden zwischen Wechselschichten wegfallen.

Beschäftigte 2. Klasse

Die Freien im NDR bleiben Beschäftigte 2. Klasse: so sollen die Freien „aus Kostengründen“ nicht schon ab dem 1. Tag Krankengeld erhalten. Das ist Ungleichbehandlung reinsten Wassers.

À propos 2. Klasse: der NDR möchte gerne Befristungen weiterhin auf bis zu 8 Jahre ausdehnen können, ohne dass die Beschäftigten dadurch Rechte erlangten. Ver.di meint: 2-mal ist genug, anschließend Entfristung! Dies ist kein tragbares Angebot. Die Misere der Einnahmenentwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann nicht auf den Schultern der Beschäftigten lasten.

Er kann sich auch nicht, wie Herr Kühn dies tut, mit privaten Anbietern im Wettkampf sehen: der Sendeauftrag sichert Bestand und Entwicklung zu!

Deswegen:

Gutes Geld für gute Arbeit,

Entlastung,

Arbeitsplatzsicherheit!

Dafür setzt sich ver.di ein!