Aktuelle Tarifverhandlungen

Erfolgreiche Streiks im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – Abkoppelung …

Tarifrunde 2019

Erfolgreiche Streiks im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – Abkoppelung vom ÖD verhindern!

Die aktuelle Streikwelle beim NDR, WDR und SWR ist eine deutliche Antwort der Beschäftigten auf den gemeinsamen Angriff der Intendantinnen und Intendanten auf die Gehalts- und Honorartabellen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk!

Nach dem NDR-Streik am 19.6. ging es im WDR an mehreren Tagen munter weiter. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Senders haben auch das Kolleg*innen im SWR gestreikt und damit den neuen Intendanten, Herrn Gniffke, an seinem ersten Arbeitstag gebührend begrüßt. Alle Streiks führten zu unmittelbaren Produktions- und Sendeausfällen. Die Personaldecke der Sender ist so dünn und die Arbeit so verdichtet, dass auf niemanden verzichtet werden kann! Wenn der SWR-Verwaltungsdirektor, Jan Büttner, warnt, dass unsere Forderung zu Stellenabbau führe, ist das eine hohle Drohung: die „ARD-Strukturoptimierung“ führt bereits jetzt zu umfangreichem, geplanten Stellenabbau! Die von Herrn Gniffke antizipierte Absenkung der Produktionsstandards verschärft diese Entwicklung noch.

Die Sender wollen die Tabellen dauerhaft und nachhaltig absenken, indem sie höchstens den Inflationsausgleich zahlen wollen. Das wird ver.di im NDR und in allen anderen Sendern nicht hinnehmen! Jeder Streiktag schmerzt die Sender: Die bisherigen Streiks waren wirksam, sie haben zu verbesserten Angeboten geführt, wenn auch in Mäuseschritten. Es scheint aber die einzige Sprache zu sein, die die Intendantinnen und Intendanten verstehen. Unsere Forderungen bleiben bestehen: 6%/12 Monate, mindestens aber 200 Euro Anhebung der Gehälter und Honorare. Keine Abkoppelung vom ÖD! Damit gehen wir weiterhin in die Verhandlungen am 24.09.2019 In diesem Sinne werden auch wir in den kommenden Wochen im NDR wieder aktiv werden müssen. Mittels weiterer Warnstreiks müssen wir dem NDR und den Intendantinnen und Intendanten bundesweit zeigen, dass ihre „Angebote“ nicht ausreichen!

Achtet auf unsere Veröffentlichungen!