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Asbest im NDR: Nicht zulasten von Beschäftigten oder Programm!

Asbest im NDR

Asbest im NDR: Nicht zulasten von Beschäftigten oder Programm!

Nach den Asbestfunden haben Kolleginnen und Kollegen Angst um ihre Gesundheit – zu Recht. Der jetzt beschlossene Abriss und Neubau von Haus 11 in Hamburg-Lokstedt ist richtig und erforderlich. Er darf aber nicht zulasten von Beschäftigten oder Programm gehen! Die Versäumnisse des NDR in der Vergangenheit dürfen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden! Es gilt jetzt, vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen, eine fachkundige medizinische Begleitung für Betroffene zu gewährleisten und  Voraussetzungen für eventuelle Regressansprüche zu schaffen. Weitergehende Untersuchungen an den in Frage kommenden NDR-Standorten sollten erwogen werden.

Der NDR sollte in jedem Fall weitere Vorsorgeuntersuchungen anbieten. Da der NDR off enbar über viele Jahre keine Asbest-Messungen in Haus 11 veranlasst hat, ist schlimmstenfalls damit zu rechnen, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die einmal dort gearbeitet haben,
Asbest ausgesetzt waren.

Ver.di fordert: Regelmäßige, kostenlose Vorsorgeuntersuchungen bei Fachärzten des persönlichen Vertrauens.

Kolleginnen und Kollegen sind unzufrieden mit der Erfassung und Meldung ihrer Gefährdung durch den NDR. Der Eintrag der/des Einzelnen in das Expositionsregister der Berufsgenossenschaften ist entscheidend, wenn man später im Fall einer Erkrankung
fi nanzielle Ansprüche geltend machen will. Jede(r) sollte die Möglichkeit haben, sich registrieren zu lassen und so die Beweislage zu sichern! Der NDR sieht die Voraussetzungen nicht gegeben, verweist auf fehlende Messdaten und Lücken in „Büro-Lebensläufen“..

Ver.di fordert: der NDR muss alle (auch ehemaligen) Beschäftigten über die Registrierung informieren und eine externe, unabhängige Ombudsperson zur Vermittlung in strittigen Fällen einsetzen.

Nach Aussage von Fernsehdirektor Frank Beckmann bei einer Info-Veranstaltung am 14. Januar sollen möglichst
viele Kolleginnen und Kollegen künftig von zuhause arbeiten: „Jeder Büro Arbeitsplatz ist Geld, das man besser 
anders investieren könnte.“ Die Möglichkeit, an einzelnen Tagen im „Home- Office“ zu arbeiten, ist im NDR bereits gegeben. Dies darf nicht zum Regelfall werden, denn unsere Arbeitsbedingungen müssen den gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Anforderungen entsprechen. Zu Gesprächen über die Einrichtung von weiteren Teleheimarbeitsplätzen ist ver.di bereit! 

Arbeitsplätze für mehrere Jahre dürfen keine Provisorien sein. Und Arbeit muss weiterhin von Freizeit abgrenzbar sein.

Ver.di fordert: Voll ausgestattete Arbeitsplätze für alle NDR-Beschäftigten!

 

Auch Freie sind betroffen! In vielen Bereichen arbeiten wir seit Jahren Seite an Seite mit Freien, so auch in Haus 11. Selbstverständlich gilt für unsere Forderungen:

auch die Freien sollen gleichen Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen und komplett ausgestatteten Arbeitsplätzen haben und sich jederzeit an die Ombudsperson wenden können!
Mit Anregungen oder Fragen wenden Sie sich / wendet Ihr Euch bitte an die ver.di-Mitglieder oder ver.di-Personalratsvertreter Ihres/Eures Vertrauens.