Senderverband NDR

Streik wirkt:

Streik wirkt:

Der NDR hat in den heutigen Verhandlungen sein Angebot noch einmal wesentlich verbessert

 

Nach dem Streik vom 14./15.11.2019 hat der NDR sein Angebot verbessert und bietet jetzt 6,75% für eine Laufzeit von 36 Monaten (1.4.2019-31.3.2022) an. Alle Festangestellten sollen am 30.12.2019 einen freien Tag erhalten. Ab 2020 soll es 2 zusätzliche freie Tage geben, die wie Urlaub behandelt werden. Die Flexitageregelung soll um 1 auf 6 Tage aufgestockt und entfristet werden und es soll einen Anspruch auf 5 zusätzliche Pflegetage geben. Azubis sollen einen weiteren Urlaubstag erhalten und jeweils am 1.4.2019/2020/2021 50 Euro mehr Vergütung erhalten. Bis zum 31.12.2024 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die Honorare der Freien sollen ab 1.1.2020 um 4,3% und zum 1.4.2021 um 2,45% angehoben werden. Freie, die 2019 Urlaubsentgelt in Anspruch nehmen, sollen eine Einmalzahlung von 1300 Euro erhalten. Die Anschlussverträge von Rahmenverträglern, die mindestens 5 Jahre auf Basis von Rahmenverträgen beschäftigt waren, sollen für die Laufzeit Rahmenverträge mit mindestens zwei Jahren Länge bekommen.

Das Gesamtvolumen bewerten wir als nicht schlechter als das Volumen im Öffentlichen Dienst, wenn auch mit längerer Laufzeit.

Weitere Bestandteile für Feste und Freie sind in dem Paket enthalten.

Wir konnten die Forderung nach Streichung des Urlaubsgeldes für neu Eingestellte abwehren. Die NDR-Verhandler*innen haben heute Abend klar gesagt, dass sie von dem Ziel der Abkoppelung der Gehaltsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vom Öffentlichen Dienst abrücken.

Wir erinnern: bundesweit wollte die ARD die Beschäftigten von der Gehaltsentwicklung im Öffentlichen Dienst abkoppeln. Zu Beginn der Verhandlungen lag das Angebot des NDR dem Volumen nach noch ca. 50% unter dem Öffentlichen Dienst. In vier großen Streiks im Juni (nur NDR), September und 2 mal im November (bundesweit) habt ihr die Forderungen in der Tarifrunde getragen. Wir waren Teil der über 6000 Streikenden, die bundesweit in ARD und Deutschlandfunk gestreikt haben. Nach den Streiks verbesserte der NDR jeweils sein Angebot: Streik wirkt!

 

Jetzt wird das Angebot in ver.di diskutiert, bitte schickt uns Eure Kommentare bis zum 2.12.2019.

 

Wir informieren Euch sobald wie möglich über die weitere Entwicklung und danken Euch noch einmal herzlich für Eure Unterstützung.

 

Für die Tarifkommission

 

 

Bernd Kittendorf                                                        Lars Stubbe

Vorsitzender                                                              Gewerkschaftssekretär