Hintergründe und Erklärstücke

Inflationsschutz

betriebliche Altersversorgung

Inflationsschutz

Inflationsschutz – auch im Ruhestand!

Ein wichtiges Argument im Streit über die betriebliche Altersversorgung ist der Ausgleich der Preissteigerungen. Weder Angestellte noch Betriebsrentner sollen einen schleichenden Kaufkraftverlust erleiden. Tarifliche Vergütungserhöhungen und regelmäßige Anhebung der Betriebsrenten sollen dem entgegenwirken. Die ARD-Arbeitgeber stimmen dem  im Grundsatz zu. Die konkreten von der ARD in den Verhandlungen vorgelegten Modelle sprechen aber eine andere Sprache.

In den letzten zwanzig Jahren sind die Gehälter um insgesamt 41 %, also auf 141 Prozent des Ausgangswerts gestiegen. Für die Betriebsrenten hätte die Variante „jeweils halbe Tarifsteigerung“ eine Erhöhung auf 119 Prozent gebracht. Bei einer kalenderjährlichen Erhöhung, wie sie auch in den Verhandlungen diskutiert worden ist, wären – je nach Modell – 129 oder 125 Prozent erreicht worden. Der Verbraucherpreisindex ist im selben Zeitraum aber auf 131 Prozent geklettert. Keines der von Arbeitgeberseite angebotenen Modelle garantiert somit einen echten Inflationsschutz. Auch wenn dies schöngeredet wird, es sei ein „gewisser Inflationsschutz“, oder man habe bei geringen Erhöhungen „ohnehin wahrscheinlich Nullinflation“. Vertrauen ist gut, tarifliche Absicherung ist besser. Dafür tritt ver.di ein.