Aktuelle Tarifverhandlungen

Zwischenbericht zur betrieblichen Altersversorgung

nicht viel Neues am 22. März in Hamburg

Zwischenbericht zur betrieblichen Altersversorgung

Am Mittwoch dem 22. März hat die 10. Runde der Tarifverhandlungen zwischen ARD und Gewerkschaften zur Altersversorgung stattgefunden. Einer Einigung ist man auch in dieser Runde nicht näher gekommen. Die ARD verlangt massive Eingriffe in die bestehenden Versorgungszusagen, nämlich eine Verringerung der Anpassung laufender Versorgungsleistungen. Nachdem der Arbeitgeberseite in den 9 davor gelegenen Runden klar geworden war, dass die Gewerkschaften ihre Forderung nach konstant 1% pro Jahr nicht mitmachen werden, versuchte sie es in dieser 10. mit einer anderen 'Formel': Die Versorgungsleistungen sollen künftig jeweils um 1 Prozentpunkt weniger steigen als die Gehälter, mindestens aber um 1%, solange die Gehaltserhöhungen ihrerseits höher sind als 1%. Sollten die Gehaltserhöhungen jedoch niedriger ausfallen als 1% oder völlig ausfallen, soll das aber dann auch für die Renten gelten – also von wegen mindestens 1%! Diese neue Verschlechterung, die es im öffentlichen Dienst nicht gibt, begründete die ARD damit, dass sie ab 2021 wahrscheinlich gezwungen sein würden, die Gehälter und Versorgungsleistungen um weniger als um 1% pro Jahr zu erhöhen. Zu Beginn der Verhandlung wurden die ARD-Vertreter von ver.di-Mitgliedern empfangen, die Transparente hielten mit der Forderung 'Hände weg von der Rente!' Wie recht sie mit ihrem Pfeifkonzert behalten würden, konnte dieses Empfangskomitee allerdings zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen ...

Zur Klärung streitiger Fragen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Am 3. Mai soll weiter in 11. Runde erneut in Hamburg verhandelt werden.