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Bestandsschutz - Was gilt und was wird gelten?

Bestandsschutz - Was gilt und was wird gelten?

* Die derzeitige Situation:
Der Bestandsschutz nach dem 55. Lebensjahr ist befristet ausgesetzt, weil der NDR sonst die Betroffenen nicht beschäftigt. Das heißt leider nicht, dass er Freie davor unbegrenzt beschäftigen würde. Im Gegenteil: Der NDR fängt schon viel früher an, Leute auszusortieren. Einfach den Bestandsschutz endgültig zu streichen, würde also überhaupt nicht helfen

Wird die Beschäftigung beendet (oder „wesentlich verringert“),  gibt’s ein Übergangsgeld.

Der „Rahmenvertrag“ enthält keine Beschäftigungsgarantie.

 * Was war der NDR bereit zuzugestehen?

Der Bestandsschutz nach dem 55. Lebensjahr entfällt ganz, dafür gibt es (wenn die Redaktion es will) nach dem 55. Lebensjahr drei-, vier- oder fünf Jahre laufende Rahmenverträge, die eine Beschäftigungsgarantie von 35 Prozent (etwa ein Drittel) des bisherigen Verdienstes enthalten. Gleichzeitig soll das Übergangsgeld gekürzt werden.

Dies hat ver.di abgelehnt.

Einerseits reale Kürzungen, andererseits unverbindliche Zusagen. Eine „Lizenz zum Arbeiten“ wird es auch nach dem NDR-Modell nicht geben. Die Beschäftigung hängt nach wie vor vom Wohlwollen der Redaktion ab.

 

* Was wird gelten?
Das hängt davon ab, was für den Zeitraum ab 1. Juli 2017 vereinbart wird. Ver.di hat angeboten, die derzeitige Situation (s.o.) befristet zu verlängern.

Der NDR  will dieses Thema in den Tarifverhandlungen aufrufen.

 

Die übrigen geplanten Änderungen, nämlich (1) die Ersetzung „65. Lebensjahr“ durch „gesetzlichen Renteneintritt“ und (2) die Anhebung der absoluten Beträge infolge der Inflation,  sind eine Selbstverständlichkeit. Dies braucht der NDR nicht als Wohltat darzustellen.

Der Text des Tarifvertragsentwurfs kann als PDF-Datei abgerufen werden.