Freie

Bestandsschutz - Mythen und Realität

Antworten und Erwiderungen

Bestandsschutz - Mythen und Realität

zu einer Intranet-Veröffentlichung vom Januar 2017

Die sog. Freien-Beauftragte des NDR hat im Intranet einen längeren Text zum „Bestandsschutz“ für Freie Mitarbeiter/innen veröffentlicht, der unvollständig und fehlerhaft ist.

* Es habe aufgrund der „15-Jahres-Grenze“ faktisch keine Freien gegeben, für die diese Schutz-Regelung galt. Dies ist falsch. Es gab schon immer Freie, die ohne Beschränkungen beim NDR gearbeitet haben. Notfalls wurde haushaltstechnisch eine Planstelle „hinterlegt“. 1996 hat der NDR, damals unter dem Justitiar Dr. Hahn, einem Tarifvertrag zugestimmt, der einen besonderen Schutz für länger beschäftigte Freie vorsah.  Der NDR hat allerdings einseitig diese 15-Jahres-Grenze eingeführt, damit er keine Verpflichtungen gegenüber Freien Mitarbeitern eingehen muss.

Die Gewerkschaften haben später einer Aussetzung dieser Schutz-Regelungen aufgrund der Zusage des NDR zu gestimmt, dann werde er nicht mehr Menschen allein deshalb rausschmeißen, weil sie an die berüchtigte 15-Jahres-Grenze stoßen.

* Die 15-Jahres-Grenze – so die „Beauftragte“ ‑ sei abgeschafft. Jeder, der in den letzten Monaten die Mitteilung erhalten hat, er werde nicht länger beschäftigt werden, weiß es besser.

* Es soll innerhalb der Rahmenverträge für Ältere eine Garantiebeschäftigung von 35 Prozent geben. Unterschlagen wird dabei, dass das Übergangsgeld im gleichen Zuge gekürzt wird. Da es andererseits aber auch keine Sicherheit gibt, dass überhaupt jemand in diesen besonderen Bestandsschutz hineinwächst, sind Spareffekte für den NDR sicher. Beschäftigungseffekte für die Freien sind vage.

Ausführlicher siehe hier.